Buchtipp

Nachdem der Winter noch einmal derart erbarmungslos zugeschlagen hat, kann ich euch ja noch bedenkenlos „Winter‘s Night“ empfehlen ;-)
Und damit starte ich mein Vorhaben, euch jeden Monat ein Buch eines Kollegen vorzustellen.

Mögt ihr Vampirgeschichten? Ich muss gestehen, dass die Lust auf das Genre bei mir allmählich abnimmt. Sophie Oliver hat es allerdings trotzdem geschafft, mich mit ihrem einzigartigen Plot neugierig zu machen.
In „Winter‘s Night“ geht es um den arroganten „Old School“-Vampir Jules, der krank wird und sich Hilfe bei der pragmatischen Wissenschaftlerin Nellie sucht. Na, das verspricht doch mal eine ganz andere Story zu werden, oder?
(Den offiziellen Klappentext findet ihr am Ende des Beitrags)

Der Roman hat mich dann auch gleich nach den ersten Zeilen begeistert, denn er ist ausgesprochen stimmungsvoll. Und spätestens als es von Paris ins winterliche London ging, war ich völlig in der Atmosphäre versunken.
Ich mag Sophies Schreibstil ohnehin total gern. Er ist schön bildhaft und lässt sich derart leicht und locker lesen, dass die Seiten nur so vorbeifliegen.

Beim Lesen merkt man relativ schnell, dass die Story erfrischend anders ist und die Protagonisten alles andere als klischeehaft. Aber nicht nur die Geschichte fand ich überaus spannend, auch wie man nach und nach tiefer in die privaten, kleinen Welten der beiden Hauptfiguren eintaucht und mehr über ihr Leben und ihre Eigenheiten erfährt. Anfangs noch wenig durchschaubar, versteht man erst im Lauf der Handlung, warum Jules und Nellie so sind wie sie nun einmal sind. Sophie hat hier zwei interessante Protagonisten mit Tiefgang geschaffen, die sich auch sehr schön weiterentwickeln.

Fazit: Ich war fasziniert, gespannt, überrascht und musste oft auch schmunzeln. Alles in allem ist „Winter’s Night“ ein sehr gelungener Vampir-Roman, der klassische und moderne Züge zugleich aufweist. Überzeugt euch gerne selbst :-)

Zum Abschluss hier noch der Klappentext für euch:
„Nellie ist eine gestandene Wissenschaftlerin, die sich aufgrund eines traumatischen Erlebnisses privaten Kummer und Ärger durch möglichst wenig Kontakte erspart und Beziehungen meidet.
Sie genießt die Stille und Zurückgezogenheit des Winters gern allein auf einer Parkbank – bis plötzlich ein attraktiver Fremder mitten aus dem Schneetreiben vor ihr erscheint, der sie wegen einer außergewöhnlichen Krankheit um diskrete Hilfe bittet.
Nellies Leben gerät aus den Fugen, als sie feststellt, dass sie Gefühle für Jules Winter entwickelt – aber er ist ein Vampir und skrupellos, wenn es um den Schutz seiner Identität geht. Die Gefahr wächst, als Nellie noch dazu von einem Stalker verfolgt wird.
Doch auch Nellie ist nicht die, die sie vorgibt zu sein, und birgt ein düsteres Geheimnis …“